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KMUs – die wichtige Säule der Schweizer Volkswirtschaft

von Andreas Oetiker

Die Schweiz hat nicht ohne Grund den Ruf, ein guter Nährboden für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) zu sein. So ist die überwältigende Mehrzahl von Schweizer Unternehmen ein KMU und stellt über zwei Drittel aller Arbeitsplätze zur Verfügung. Somit ist es nicht vermessen die Behauptung aufzustellen, dass die KMUs das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft bilden. Doch diese Idylle ist mit ihren ganz eigenen Herausforderungen konfrontiert – eine prominente und oftmals wenig besprochene Hürde ist nämlich die Nachfolgeregelung.

KMUs – ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor

Wo man in der Schweiz auch hinschaut, überall sind KMUs vorhanden. So beheimatet die Schweiz gemäss dem Bund zurzeit 584'624 KMUs. Diese ausserordentlich hohe Anzahl an KMUs bieten Arbeit für insgesamt 2'990'710 Arbeitnehmer. Um den Einfluss und die Tragweite für die Schweizer Volkswirtschaft zu verdeutlichen ist es wichtig zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten. Insgesamt sind 99.73% aller in der Schweiz tätigen Unternehmen im KMU-Bereich anzusiedeln und stellen 67.75% aller Arbeitsplätze zur Verfügung. Damit steuern eine Mehrheit (52%) der gesamten Bruttowertschöpfung von der Schweiz bei. Somit ist unbestritten, dass die KMUs einen extrem wichtigen Beitrag zur Schweizer Wirtschaft leisten. Nicht nur generieren sie Steuern und stellen Produkte und Dienstleistungen zur Nutzung her, sondern sie repräsentieren auch die grösste Gruppe an Arbeitgebern.

KMU, quo vadis?

Im Gegensatz zu Grossunternehmen sehen sich KMUs allerdings mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert – der Nachfolgeregelung. Diese wird mit abnehmender Grösse des Unternehmens und wirtschaftlicher Struktur wichtiger und auch persönlicher. So bestehen aktuell 330'978 Einzelunternehmen, welche inhabergeführt sind und sich irgendwann einmal mit dieser Thematik auseinandersetzen müssen. Gemäss Bisnode, dem führenden Anbieter im Bereich Business Intelligence, müssen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt insgesamt 73'786 KMUs in den nächsten fünf Jahren mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ausgehend von diesen Zahlen werden rund 12.7% aller Schweizer KMUs um eine Nachfolgeregelung nicht herumkommen. Daraus ergeben sich wichtige Fragen für die Schweizer Volkswirtschaft. Denn wenn diese Nachfolgeregelung nicht kompetent durchgeführt wird, dann kann es im schlimmsten Fall zur Schliessung des Betriebs und dem einhergehenden Verlust der Arbeitsplätze kommen. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft wohl nachhaltig negativ beeinflussen. Daher gilt es, ein solches Szenario auf alle Fälle zu vermeiden. Daraus resultiert, dass eine strukturierte Herangehensweise und eine frühe aktive Auseinandersetzung mit der betrieblichen Nachfolge unabdingbar sind.

Die betriebliche Nachfolge – ein Buch mit sieben Siegeln?

Wenn es um die betriebliche Nachfolgeregelung geht, sehen sich viele KMUs mit einer Vielzahl an Fragen konfrontiert. Dies ist schliesslich kein Thema, welches zum normalen Betriebsalltag gehört und ein Heraustreten aus der eigenen Komfortzone notwendig macht. Doch wie soll man an diese Thematik herantreten? Es bieten sich dabei verschiedene Möglichkeiten an: Einerseits kann auf eigene Faust nach einem geeigneten Nachfolger gesucht werden, mit der Involvierung des Bekanntenkreises beispielsweise. Andererseits gibt es auch die Möglichkeit, die Nachfolgeregelung in die Hände eines Drittanbieters zu geben, welcher die gesamte Abwicklung der Unternehmenstransaktion bzw. Nachfolgeregelung übernimmt. Unabhängig der gewählten Methode ist es ausserordentlich wichtig, dass die Thematik aktiv angegangen wird und das KMU wertschöpfend weitergeführt wird – auch zum Wohle der eigenen Belegschaft und schlussendlich der gesamten Schweizer Wirtschaft.

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