Cash-and-Debt-free

Beim Firmenverkauf wird oftmals ein vorläufiger Kaufpreis vereinbart, da die Verbindlichkeiten und Barmittel zwischen dem Signing und dem Closing Schwankungen unterliegen oder sogar gezielt vom Verkäufer «optimiert» werden können, zum Beispiel durch die kurzfristige Entnahme liquider Mittel.

Daher bietet sich die Betrachtung des Kaufpreises unter der Annahme eines unverschuldeten Unternehmens ohne liquide Mittel an: Zum Stichtag erfolgt eine Korrektur des vereinbarten Basiskaufpreises unter Berücksichtigung der Differenz aus Barmitteln (Cash) und den Finanzverbindlichkeiten (Dept). Gegebenenfalls davon ausgenommen, wird ein vorher fixiertes Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital).

Andersherum betrachtet wird im vorläufigen Kaufpreis die Finanzausstattung, mit der das Unternehmen übergeben werden soll, festgelegt und zur Übergabe um die Veränderung bereinigt. Mit einer Cash-and-Dept-free Regelung wird der Kaufpreis somit exakter definiert. Dazu gehört unbedingt auch eine genaue Abgrenzung welche Bilanzposten unter «Cash» und «Dept» zu verstehen sind, um spätere Streitigkeiten zu unterbinden.

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