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Vermarktung beim Firmenverkauf: Flexibilität gefragt

von Yves Süess

Bei Firmenverkäufen kommt es oft vor, dass Liegenschaften involviert sind. Diese werden vielfach nicht privat durch den Eigentümer, sondern durch die Firma gehalten. In diesem Fall stellt sich die Frage nach der richtigen Vermarktungsstrategie: Sollen Liegenschaft und Unternehmen als Gesamtpacket angeboten oder doch eher getrennt vermarktet werden? Unsere Erfahrung zeigt, dass eine Kombination aus strukturierter Vorgehensweise und Flexibilität bei der Vermarktung am erfolgsversprechendsten ist.

Definieren Sie mögliche Vermarktungsstrategien

Nehmen wir als Beispiel eine Autogarage mit eigener Betriebsliegenschaft in Form einer Aktiengesellschaft. Aus Verkäufersicht liegt die Ideallösung darin, die Aktiengesellschaft inklusive der Liegenschaft an denselben Nachfolger zu verkaufen. Diese Variante ermöglicht einen steueroptimierten Firmenverkauf.

Strategie 1: Liegenschaft und Betrieb als Gesamtpacket verkaufen

Nun ist es oftmals so, dass die Liegenschaft mehr Wert hat als das operative Geschäft und so den Gesamtpreis deutlich erhöht. Dies wiederum reduziert den Kreis der potenziellen Käufer erheblich. Bei der obenerwähnten Autogarage also lässt sich eine weitaus grössere Käuferschaft für den Betrieb als für die Garage inklusive Geschäftsliegenschaft finden.

Strategie 2: Liegenschaft und Betrieb getrennt vermarkten

Unsere Erfahrung aus bisherigen Transaktionen zeigt, dass es sinnvoll ist, sämtliche Türen offen zu halten und im Idealfall mehrere Vermarktungswege zu wählen. Nebst der Vermarktung der gesamten Aktiengesellschaft inkl. Liegenschaft besteht die Möglichkeit, die Firma wie auch die Liegenschaft separat zum Kauf anzubieten.

Durch die vermarktungstechnische Trennung der beiden Objekte „Firma“ und „Liegenschaft“ wird der Kreis der Kaufinteressenten erweitert. Einerseits werden Liegenschaftsinvestoren für ein Renditeobjekt und andererseits potenzielle Nachfolger für die Firma angesprochen. Durch die verschiedenen Verkaufsoptionen erhöht sich die Chance, die Transaktion realisieren zu können.

Markt sondieren: Welche Vermarktungsstrategien sind gefragt?

Wie Sie sehen, steigt durch das Vorhandensein einer Liegenschaft die Komplexität der Transaktion. Eine flexible Vermarktungsstrategie ist im genannten Beispiel entscheidend. Dies bedingt jedoch, dass die verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten einem potenziellen Käufer verständlich aufgezeigt werden. Die Marktresonanz gibt Aufschluss über die bevorzugte Transaktionsstruktur der Käuferschaft. Mit dieser Vorgehensweise hält sich ein Firmeneigentümer sämtliche Optionen offen. Nach Vorliegen der konkreten Angebote und Abwägung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses (siehe Merkblatt „Latente Steuern“) liegt die Entscheidung zum Firmenverkauf in den Händen des Eigentümers.

Sind Sie in der gleichen oder ähnlichen Ausgangslage? Gerne unterstützen und beraten wir Sie beim Verkauf Ihrer Firma oder Liegenschaft und zeigen Ihnen Möglichkeiten, die Ihren persönlichen Zielen am besten entsprechen.

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