Grundlagen der Firmenbewertung

Wenn Sie den Verkauf Ihres Geschäfts planen, müssen Sie früher oder später wissen, welchen Wert Ihr Unternehmen hat. Es empfiehlt sich, den Unternehmenswert möglichst früh zu ermitteln. Denn eine aussagekräftige Unternehmensbewertung ist gleichzeitig eine detaillierte Analyse von Stärken und Schwächen Ihres Betriebs. Sie liefert somit nicht nur die Grundlage für spätere Preisverhandlungen, sondern gibt Ihnen auch die Möglichkeit, im Vorfeld gezielt Massnahmen zur Erhöhung der Verkäuflichkeit sowie zur Steigerung des Unternehmenswertes durchzuführen.

Unternehmensbewertung KMU: Qualitätskriterien

Falls Sie externe Unterstützung bei der Bewertung Ihres KMU suchen, werden Sie rasch feststellen, dass es an Angeboten nicht mangelt. Von Banken über Treuhänder bis hin zu reinen Onlineplattformen – Firmen bewerten ist eine verbreitete Dienstleistung geworden. Es gibt jedoch klare Qualitätsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Anbietern. Folgende Kriterien sollten bei einer seriösen Firmenbewertung als Grundlagen angesehen werden und auf jeden Fall erfüllt sein:

1. Orientierung am Geschäftsmodell

Eine qualitativ hochstehende Firmenbewertung berücksichtigt immer auch die Frage nach den Erfolgsfaktoren des spezifischen Geschäftsmodells. Nebst quantitativen Werten wie der Ertragskraft des Unternehmens sollten immer auch qualitative Kriterien berücksichtigt werden. Diese sogenannten Soft Factors (z. B. technologisches Know-How, Auftragslage, Standort und Marktentwicklung, Marke, Ruf am Markt, langjährige Mitarbeitende etc.) werden im Rahmen einer umfassenden Bestandsaufnahme ermittelt und bilden die Basis für die Risikoanalyse.

2. Orientierung am Bewertungsanlass

Häufig ist eine Verkaufsabsicht Anlass für die Unternehmensbewertung. Das gilt aber nicht in jedem Fall. Weitere mögliche Motive sind beispielsweise ein Scheidungs- oder Todesfall, eine bevorstehende Liquidierung oder die Suche nach Investoren. Je nach Bewertungsanlass ist es notwendig, gewisse Bewertungsmethoden oder auch den Methodenmix anzupassen. . Ausserdem beeinflusst das Ziel der Bewertung auch die Gewichtung der unterschiedlichen Faktoren und die Interpretation der Ergebnisse.

3. Erfahrung in der Bewertung von KMU: Vergleichbarkeit

Wie erwähnt gibt es dutzende Bewertungsmethoden, deren Formeln frei verfügbar bzw. jederzeit im Internet nachgelesen werden können. Die Kunst der Unternehmensbewertung liegt darin, die Ergebnisse richtig zu interpretieren respektive die Zusammenhänge der verschiedenen Bewertungsparameter zu verstehen. Nur wer über langjährige Erfahrung in der Bewertung von Schweizer Unternehmen und über Daten tatsächlich realisierter Unternehmenstransaktionen verfügt, ist in der Lage, die Ergebnisse zu plausibilisieren. Die theoretische Wertbandbreite sollte daher einem Markttest unterzogen werden, indem sie mit realisierten Verkaufspreisen verglichen wird.

4. Preis der Unternehmensbewertung: Fallorientierung

Wie aufwendig und somit teuer eine Firmenbewertung ist, hängt in erster Linie von der Grösse und Struktur des Unternehmens sowie dem Geschäftsmodell ab. Auch das Bewertungsziel kann dabei eine Rolle spielen. Seriöse Anbieter bieten deshalb keine Einheitspreise, sondern, je nach Eigenschaften der zu bewertenden Firma, variierende Offerten an.

Verkaufspreis berechnen

Unternehmenswert ist nicht gleich Verkaufspreis. Eine Unternehmensbewertung bildet immer die Ausgangslage für die IST-Analyse. Sie als Verkäufer möchten jedoch wissen, welcher Preis schliesslich für Ihre Firma bezahlt wird. An diesem Punkt können wir auf unsere umfangreiche Datensammlung von verkauften Unternehmen zurückgreifen. Wir nehmen also die relevanten Parameter Ihrer Firma und vergleichen sie mit unserer Transaktions-Datenbank. Als Ergebnis erhalten Sie eine Wertbandbreite für Ihre Firma, innerhalb derer sich der Verkaufspreis bewegen wird.

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